Maschinen sind die besseren Statistiker

Seit es Forschung zur Künstlichen Intelligenz (KI) gibt, wird darüber gestritten, ob KI jemals der menschlichen Intelligenz ähnlich sein wird, ob das überhaupt ein sinnvolles Ziel ist, oder ob KI die Vielfalt von natürlichen Intelligenzen (man denke an das Tier- und Pflanzenreich) bereichert. Was zeichnet menschliche Intelligenz aus?

Wertvolle Beiträge zur Debatte liefern Daniel Kahneman (Nobelpreis für Wirtschaft) mit seinem Buch „Schnelles Denken, Langsames Denken“ und Herausgeber John Brockman mit „Was sollen wir von Künstlicher Intelligenz halten?“, eine Sammlung von über 100 Aufsätzen auf 600 Seiten von Forschern und Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen.

Liest man beide Werke parallel, kann man ein präziseres Verständnis davon erlangen, was KI nicht nur potenziell in naher und ferner Zukunft, sondern ganz aktuell schon leisten kann. Wenn die meisten Menschen, wie Kahneman durch zahlreiche Studien illustriert und belegt, tatsächlich schlechte intuitive Statistiker sind, erweist sich die KI als willkommenes Werkzeug, um diese kognitive Lücke zu füllen.

Statistisches und intuitives Denken

Denn Machine Learning (ML), ein prominenter Teilbereich der KI, befasst sich gerade mit der automatisierten Anwendung statistischer Methoden, und erreicht damit, was nur wenigen Menschen nach langem Training und großem Zeit- und Energieaufwand möglich ist: gigantische Datenmengen unermüdlich nach statistischen Zusammenhängen und Korrelationen zu durchforsten – ohne dabei für intuitive Fehler durch Vorurteile (Kahneman nennt sie „Kognitive Verzerrungen“, siehe Kapitel 10) anfällig zu sein.

Ein bestimmter roter Faden zieht sich jedoch besonders durch Brockmans Textsammlung: Maschinen können zwar Regeln aus vergangenen Daten extrahieren und diese auf die Zukunft übertragen – statistisches Denken. Intuitives, heuristisches Denken, Kreativität oder Innovation erfordert aber mehr, als die Vergangenheit in die Zukunft zu verlängern. Darum können KI und ML momentan auch nur Werkzeuge sein, die – wie alle Werkzeuge – sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt werden müssen.

Menschliche und künstliche Intelligenz

Genau dort setzt die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Domänenexperten und Statistikern, Entwicklungsingenieuren und Kognitionswissenschaftlern bei SONDEV an (Leistungen > Datenanalyse). Hier arbeiten menschliche und künstliche Intelligenz erfolgreich an kreativen und innovativen Kundenlösungen zusammen.

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